Everywhen

Solo Exhibition

8. Dezember 2015 – 30. Januar 2016
VERNISSAGE UND FILMSCREENING: 5. DEZEMBER 2015, 19 BIS 22 UHR
Ort: Galerie im Erd und Feuer, Graefestraße 90, 10967 Berlin
Öffnungszeiten: Di, Mi u. Sa 14-20 Uhr u.n.V.

Die Ausstellung “Everywhen” zeigt neue Malereien und Videoarbeiten von Kevin
Kopacka (*1987), in denen der Künstler seine Auseinandersetzung mit der
konventionellen Realitätswahrnehmung fortführt und erweitert.

Narrative Situationen bilden den Ausgangspunkt für Kopackas Malereien. Diese werden während
des Entstehungsprozesses zunehmend abstrahiert und am Ende vom Künstler vollständig
verschleiert. Somit entsteht ein Diskurs, der diverse Fragen aufwirft: Wird das, was auf der
Leinwand verborgen ist, dennoch unbewusst vom Betrachter wahrgenommen, auch wenn es
nicht mehr als sichtbar erscheint? Besitzt ein Bild eine “Aura”, die eine Symbiose zwischen dem
Rezipienten, dem Raum und der Dimension der Zeit kreieren kann? Inwiefern kann die Malerei als
intuitives Kommunikationsmittel fungieren, das über das Abgebildete hinaus geht?
Mit dieser Herangehensweise erweitert der Künstler seinen Fokus und rückt das von ihm
dargestellt Erkennbare in den Hintergrund. Er weist hin auf das, was nicht mehr zu sehen ist.
Etwas, das vielleicht auf einer anderen Frequenz mitschwingt und nur noch unbewusst
wahrgenommen werden kann. Im übertragenen Sinne stellt Kopacka damit auch die existientielle
Frage ob etwas überhaupt jemals verloren gehen kann.
Unserem konventionellen, linearen Zeitbewusstsein, demnach alles nacheinander geschieht,
setzt Kopacka mit seinen Bildern eine multidimensionale Vorstellung von Zeit entgegen, in der
alle Momente simultan zueinander geschehen: Was anfangs im Bild noch vorhanden war, ist im
jetzigen Moment kaum mehr sichtbar, doch wird niemals aufhören zu existieren.

Video-Serie “EVERYONCE”

Zur Ausstellungseröffnung werden zwei Folgen der von Kopacka kreierten narrativen Videoserie
“Everyonce” ihre Weltpremiere feiern. In den in Anthologie-Form und in jeweils unterschiedlichen
Sprachen gedrehten Episoden, erleben die Protagonisten einen Bruch in der gewohnten
Realitätswahrnehmung. Verschiedene Parallel-Universen kreuzen sich und die Zeit verläuft nicht
mehr linear. Diese Anomalien ereignen sich nur für einen kurzen Moment und entfalten erst durch
den Kontrast zur konventionellen Wahrnehmungsweise ihre irritierende Wirkung.

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